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Was für eine Rechtsform kriegt der WirMarkt?

Als wir uns die bestehenden Mitgliederläden angeschaut haben, sind wir über eine Vielzahl von Rechtsformen gestoßen: die OHG, die Genossenschaft, den Verein, die GmbH in Verantwortungseigentum und vieles mehr.

Für den ersten WirMarkt in Hamburg möchten wir eine Rechtsform wählen, die zum einen Mitbestimmung zulässt (also demokratisch ist) und zum anderen auch ein Wirtschaften zulässt (den Erwerb und Verkauf von Lebensmitteln).

In die engere Auswahl haben wir daher die Genossenschaft genommen und die GmbH in Verantwortungseigentum. Die Unternehmer:innen im Bereich vom sozialen Unternehmertum sind recht zugänglich und wir haben schnell zu zwei kompetenten Unternehmen den Kontakt erhalten, die uns weitergeholfen haben. Das eine Unternehmen ist eine große Genossenschaft, die schon einige Genossenschaften beraten haben und das andere ein Magazin, die in Verantwortungseigentum verfasst sind.

Ist das Thema wirklich so trocken?

Die Rechtsform entscheidet langfristig maßgeblich darüber, wer welches Mitspracherecht bei Entscheidungen hat. Und das ist uns unglaublich wichtig. Denn wenn alles für alle gut läuft, ist die Rechtsform egal. Früher oder später gibt’s aber immer Konflikte, das ist menschlich. Und dann ist es wichtig, dass alle eine Stimme haben.

Beide haben uns empfohlen: gründet erstmal eine Unternehmergesellschaft (UG, eine Art Mini-GmbH) und schaut, dass ihr die demokratischen Prozesse sauber aufsetzt. Dann entscheidet euch, ob ihr es in eine Genossenschaft oder Verantwortungseigentum überführt.

Und warum nicht direkt gemeinnützig? Das ist nicht so leicht. Vermutlich wird es für uns auf ein hybrides Konstrukt hinauslaufen. Dass wir also einen gemeinnützigen Verein gründen für die Verbreitung unseres Konzepts oder dass wir uns einem bestehenden Verein anschließen (es gibt schon sehr viele Vereine). Ein Supermarkt als solches hat leider kaum Chance, als gemeinnützig anerkannt zu werden. Das hat eine befreundete Initiative aus München bereits versucht und sind damit beim Finanzamt gescheitert.

Unser Weg ist also:

  1. UG / GmbH gründen
  2. Verantwortungseigentum oder Genossenschaft daraus machen
Die richtige Wahl der Rechtsform braucht einiges an Konzeption.

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